Die Welt spricht KINDERGARTEN!

Kampagne und Petition für den Begriff „Kindergarten“ im öffentlichen Sprachgebrauch in Thüringen und Deutschland

Kampagneninformationen (zusammengestellt von Stefanie Kießling)

Kampagne: Die Welt spricht Kindergarten

Kampagne: Die Welt spricht Kindergarten

Kindergarten ist mehr als ein Wort. Kindergarten ist Lächeln, Glück und Liebe. In über 40 Sprachen präsent, ist der Begriff Kindergarten ausgerechnet in seinem Ursprungsland Deutschland auf bestem Wege zu verschwinden. Eine Kampagne will das nun ändern.

In den Fröbelorten Bad Blankenburg, Bad Liebenstein, Keilhau und Oberweißbach wird das Erbe Friedrich Fröbels besonders gepflegt, gelebt und weitergegeben. Die von Fröbel ausgegangene Kindergarten-Idee gehört zu den humanistischsten Ideen der Menschheit. Als Institution bietet der Kindergarten einen geschützten Raum, in dem Bildung, Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung nicht durch Belehrung, sondern gemeinsam im Spiel, erfolgen. Vor diesem Hintergrund haben sich engagierte Menschen, Städte, Einrichtungen und Vereine im Fröbel-Kreis zusammengeschlossen, um das langsam aus dem Sprachgebrauch weichende Wort „Kindergarten“ wieder zu stärken. Dazu wurde 2018 die Kampagne „Die Welt spricht Kindergarten“ ins Leben gerufen.

Ziele der Initiative

In mehr als 40 Sprachen der Welt wurde der Begriff „Kindergarten“ übernommen. Doch ausgerechnet in seinem Ursprungsland wird er allmählich verdrängt. Die Initiatoren setzen sich dafür ein, die in den 1970er Jahren eingeführten Verwaltungsbegriffe für „Kindertagesbetreuung“ im öffentlichen Sprachgebrauch durch den ursprünglichen Begriff „Kindergarten“ zu ersetzen.Kampagnen-Poster

Die Ziele im Detail sind:

  1. Eine Petition mit mindestens 1.500 Unterschriften aus Thüringen an den Petitionsausschuss des Thüringer Landtags überreichen (aktuell haben bereits mehr als 850 Thüringer unterschrieben, Stand: 12.5.2018).
  2. Dem Bundestag am 20. November 2018 eine Unterschriftensammlung aller Beteiligten aus Deutschland und der Welt überreichen.
  3. In Politik und Öffentlichkeit eine Diskussion anstoßen über den Begriff und Inhalt des Kindergartens.
  4. Zahlreiche große und kleine Unterstützer gewinnen durch Aktionen, Botschaften, Fotos uvm.
Immaterielles Kulturerbe

Gegründet wurde der erste Kindergarten 1840 von Friedrich Fröbel in Bad Blankenburg, ehemals Blankenburg, als Gegenentwurf zu den Kinderbewahranstalten jener Zeit und als Ergänzung zur häuslichen Erziehung. Die Kindergarten-Idee, sowie das ihr zugrunde liegende Verständnis von Kindheit als eigenständige und wichtige Phase der Entwicklung entfaltet bis heute weltweit andauernde Wirkung. Sie prägt Familienleben, institutionalisierte Erziehung, aber auch das gesellschaftliche Zusammenleben. In dieser Idee realisiert der Kindergarten die Trias aus Bildung, Erziehung und Betreuung. Basis für die Beschäftigung mit Kindern im Kindergarten bildet die Erkenntnis, dass die (Selbst)werdung des Menschen schon in der frühen Kindheit beginnt. Vor allem im Spiel eignet sich das Kind die Welt an.

Fröbels „Kindergarten“ ist eine der humanistischsten Ideen der Menschheit und damit ein kulturelles Erbe, das es zu pflegen und wertzuschätzen gilt. Aus diesem Grund reichte der Fröbel-Kreis 2017 eine Bewerbung zur Aufnahme der „Idee und Praxis des ‚Kindergartens‘ als Realisierung eines humanistischen Verständnisses von Kindheit“ in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes ein.

Informieren & Mitmachen

Wer die Petition und Kampagne unterstützen möchte, kann sich auf vielfältige Weise einbringen. Alle Informationen und Mitmachmöglichkeiten sind zu finden unter: http://dieweltsprichtkindergarten.de.

Die Petition direkt unterzeichnen kann man unter: openpetition.de/!pfhtx . Jede Stimme ist wichtig!

Ausführliche Informationen über Fröbel, die Thüringer Fröbel-Orte, Veranstaltungen und Projekte gibt es unter: http://www.froebeldekade.de/home/.

Ansprechpartner:
Fröbel-Kreis
z. Hd. Stadtverwaltung Bad Blankenburg
Markt 1
07422 Bad Blankenburg
Telefon: +49 (0) 36741 370
E-Mail: info(at)froebeldekade.de
Web: http://www.froebeldekade.de/home

in Bad Liebenstein:
Dr. Matthias Brodbeck
Friedrich-Fröbel-Freundeskreises e.V.
Web: www.froebelweb.de

Stefanie Kießling ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft Kulturerbe Thüringen e.V. Nach beruflichen Stationen in München, Gotha und Leipzig ist sie seit Ende 2017 Pressesprecherin der Stadt Bad Liebenstein. Nebenbei arbeitet sie gelegentlich als Lektorin.


zurück

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: