Wenn der Herzog feiert …

Zu Besuch auf dem 12. Gothaer Barockfest

von Stefanie Kießling

Herzog Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg

Wenn Herzog Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg (reg. 1732–1772) auf Schloss Friedenstein seine alljährliche Party gibt, darf die alles sein, nur nicht gewöhnlich. Darum geht sie nicht einen Abend, sondern ein ganzes Wochenende; darum feiern nicht nur Preußenkönige, Grafen, Baronessen und Höflinge mit ihm, sondern das ganze Volk. Aus allen Landen strömen fast 6000 Gäste herbei: zu Fuß, per Pferde- und Motorkutsche. Söldner, illustre Hofgesellschaften, hochwangige Herren, tiefdekolletierte Damen, Parfümeure, Töpfer, Tuchmacher und Schaulustige – ihnen allen öffnet am letzten Augustwochenende der Herzog sein Schloss. Mehr

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Max Weber – ein Porträt

Universalgelehrter mit Erfurter Wurzeln

von Martin Röw

Der Name Max Weber ist untrennbar mit der Stadt Erfurt verbunden. Der Sohn der Thüringer Landeshauptstadt gilt als Klassiker und Begründer des modernen Universitätsfachs Soziologie. Sein Einfluss auf die moderne Sozialwissenschaft, also der Wissenschaft vom Zusammenleben der Menschen, ist unbestritten. Unzählige Stichworte gehen auf sein Wirken und Denken zurück. Viele zeitgenössische Philosophen und Soziologen beziehen sich auf Max Weber, setzen sich mit seinen Ideen auseinander und führen wichtige Gedanken fort.

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Auf den Gipfeln des Geistes

Ein Kompendium über die womöglich fruchtbarste Zeit der Philosophie in Deutschland überhaupt

von Florian Scherübl

Die Philosophie des Deutschen Idealismus ist untrennbar mit den Namen einiger traditionsreicher Universitäten verbunden, die als geistige Zentren nach dem Verblassen des Glanzes der Aufklärung das späte 18. und frühe 19. Jahrhundert erleuchteten. Neben Tübingen und Berlin war gerade das in Thüringen gelegene Jena einer der ausstrahlungsstärksten Koordinaten dieser Bewegung auf der philosophischen Landkarte des klassischen Jahrhunderts. Hier wirkte Fichte in den 1790er Jahren während des „Atheismus-Streits“, wenige Jahre später wurde der erst 23-jährige F.J. Schelling auf Geheiß Goethes hierher zum Professor berufen, Hegels Laufbahn als Philosophieprofessor begann an der heute nach Friedrich Schiller benannten Universität.

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